Freitag, 3. April 2015

Werte für die Ewigkeit

Edelmetalle, Industriemetalle und Seltene Erden:

Drei Dinge, die Sie bei der Anlage in Metalle unbedingt beachten sollten


1. Wo wird der Preis gebildet?
Lange standen Wertpapierbörsen für Preistransparenz, gute Handelbarkeit und schnelle Kaufabwicklung. Die jüngsten Finanzmarktkrisen haben jedoch die Schwachstellen dieser Handelsplätze offenbart. Durch Hochfrequenzhandel, Leerverkäufe und computergesteuerten Handel werden Börsen zunehmend schwankungsreich, unberechenbar und manipulationsanfällig. Längst spiegelt der Börsenkurs nicht mehr den realen Wert eines Wertpapiers oder Rohstoffs wider. Die Börsen orientieren sich nicht mehr an den Fundamentaldaten der Realwirtschaft, sondern haben ein gefährliches Eigenleben entwickelt. Sie spielen nach ihren eigenen, wenig greifbaren Spielregeln.
Mein Tipp für Sie: Verringern Sie die Abhängigkeit Ihres Vermögens von Börsenkursen. Üblicherweise tut dies der Privatanleger durch Immobilienerwerb. Dies ist jedoch im Vergleich zur Anlage in Metalle relativ teuer (Steuern, Instandhaltung, Betriebskosten). Ergänzen Sie Ihr Anlageportfolio daher durch nicht börsengehandelte Metalle.

2. Woran erwerben Sie überhaupt Eigentum?
Die meisten Rohstoff- und Edelmetallfonds tragen bereits im Namen ein Versprechen, dass Sie nicht halten können. Dieser suggeriert, dass der Anleger einen Warenkorb etwa aus Gold, Silber und anderen Edelmetallen erwirbt. Dies ist jedoch fast nie der Fall ist. Stattdessen erwirbt der Anleger in den meisten Fällen ein „Sondereigentum“ an Rohstoff verarbeitenden Unternehmen. Damit ergeben sich zwei Probleme: Der Wert des Unternehmens kann sich sehr unterschiedlich zum Wert des verarbeiteten Rohstoffs entwickeln und der Anleger hat lediglich ein schwaches Eigentumsrecht an einem Unternehmen in einer risikoreichen und kostenintensiven Branche erworben.
Mein Tipp für Sie: Erwerben Sie ausschließlich physisches Eigentum an Metallen. Damit stellt sich jedoch die Frage nach der Lagerung. Klassischerweise können Sie dies im eigenen Tresor tun. Ausdrücklich abgeraten sei von der Lagerung in einem Bankschließfach, da sich Banken meist ein Pfandrecht an dessen Inhalt einräumen. Eine kostengünstige, sichere und steuerlich vorteilhafte Alternative bieten Zollfreilager. Diese ermöglichen den Erwerb der Metalle ohne Umsatzsteuer, was die Rendite der Anlage deutlich erhöht und eine sichere Lagerung.

3. Welche Metalle eignen sich zur sicheren Geldanlage?
Grundsätzlich kann jedes Metall zum Handel und zur Anlage genutzt werden, denn die Menschheit ist gierig nach Metallen und ihr Hunger danach steigt stetig. Nicht jedes Metall ist jedoch gleichermaßen für Privatanleger geeignet. Zum einen unterliegen radioaktive Metalle einer strikten Kontrolle. Zum anderen gibt es Metalle deren Wert vergleichsweise gering ist, so dass große Volumen erworben werden müssen, um sinnvolle Anlagebeträge zu platzieren, was die Lagerhaltungskosten erhöht. Außerdem gibt es noch feuergefährliche und giftige Metalle, deren Lagerung durch Privatpersonen sich grundsätzlich nicht empfiehlt. Schließlich existieren Metalle die extrem selten sind und einen sehr hohen Nutzwert für industrielle Anwendungen haben, aber deren Reinheitsgrad und physikalischer Zustand für die industrielle Verarbeitung schwierig aufrecht zu erhalten ist, etwa weil sie schnell oxidieren.
Mein Tipp für Sie: Wählen Sie für Ihre Geldanlage Metalle, die einen hohen Nutzwert für möglichst viele Schlüsselindustrien haben und deren Bedarf im Bereich der Zukunftstechnologien weiter steigen wird. Jetzt wollen Sie es aber ganz genau wissen? Gut. Ich empfehle Ihnen: Indium, Gallium, Hafnium, Wismut, Tantal, Tellur, Kobalt, Molybdän, Chrom, Zirkonium und Wolfram.

Zum Autor: Jonas Jenis lebt, lehrt und arbeitet in Heidelberg. Er studierte Volkswirtschaft in Heidelberg und Bonn, graduierte mit einer Diplomarbeit über die auslösenden Faktoren von Finanzmarktkrisen am Lehrstuhl des Wirtschaftsnobelpreisträgers Reinhard Selten. Neben einer mehrjährigen Tätigkeit im Management Consulting und bei einem großen bankenunabhängigen Vermögensverwalter nahm er einen Lehrauftrag für Finanzwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre an einer staatlichen Hochschule an. Mittlerweile leitet er als Managing Partner die Jenis & Cie. | Wertemanufaktur, eine qualitätsorientierte Beratungssozietät, die sich den Zukunftsfragen der Finanzwirtschaft stellt.

Alle Hintergründe des Artikels „Werte für die Ewigkeit: Edelmetalle, Industriemetalle und Seltene Erden“ erhalten Sie bei: Jenis & Cie. | Wertemanufaktur

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